15 km nach Mohacs überquere ich die ungarisch-kroatische Grenze. Das ganze südliche Donau Ufer war bis zum Krieg vorwiegend von Ungaren und Deutsch stämmigen bewohnt.
Auch die Paprika Herstellung erfolgt nicht nur in Ungarn:
1722 wurde zu Ehren Eugens von Savoyen, der die Türken besiegte, diese Kirche errichtet. Sie steht im freien Land und ist leer.
Während vielen Kilometern umfahre ich ein riesiges Wassergebiet: den Zufluss der Drau (Drava). Es muss ein eindrückliches Naturschutzgebiet sein.
In Zmajevac treffe ich einen Mann der seit 30 Jahren in St. Gallen lebt und kommendes Wochenende die Hochzeit seines Sohnes (der auch in der Schweiz lebt) hier vorbereitet. Von ihm erfahre ich einiges über die Ethnien der Region und über die Zeit der 8-jährigen Besetzung durch die Serben.
In Lug erfahre ich vom Paprika Produzenten, dass das Dorf einst das Schönste weit und breit war. Eindrücklich viele Fassaden aus der Zeit zwischen 1896 und 1924 zeugen davon. Leider sind fast alle in einem desolaten Zustand. Seit dem Balkankrieg sind viele weggezogen und heute zieht es die Jungen in die Städte.
Aufgrund eines Kongresses finde ich nach 118 km nur noch eine Besenkammer in Vukovar. Aber auch das gehört zu meinen Erfahrungen. Mit dem Wetter hatte ich Riesenglück: kaum Niederschlag. Nachdem ich nach dem Abendessen in meine Behausung zurückgekehrt bin geht ein Gewitter über Vukovar nieder. Die Aussichten sind nicht rosig!





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