Sonntag, 14. September 2014

Belgrad - Veliko Gradiste



Der Tag beginnt mit einem Plätschern, das mich das Schlimmste ahnen lässt! Fehlalarm, es ist der Springbrunnen, der um 06 Uhr in Betrieb genommen wird. Beim nochmaligen prüfen der Tagestour stelle ich fest, dass ich 25km zu wenig gerechnet habe. Das kann ja lustig werden. Ich verlasse Belgrad bei Nebel was mein Eindruck über diese Stadt nicht verbessert. In Pancevo, einer Industrie Stadt ist ein Komplex mit McD' und H&M entstanden. Ganz neu. Doch die Menschenmenge ist auf der anderen Strassenseite.

Auf eine Länge von einem Kilometer findet der Sonntag-Flohmarkt statt. Was hier zum Verkauf angeboten wird ist kaum fassbar und wiederspiegelt die Not eines Teils der Bevölkerung. Die riesige Menschenmenge macht mir das Weiterkommen schwer. 
Am Mittag treffe ich Alain aus Montreux. Er ist 63 jährig und fährt seit dem Tod seiner Frau vor 10 Jahren jährlich 6'000 - 8'000km durch ganz Europa! Unser bescheidenes Mittagessen: eine Suppe und einem Getränk: CHF 5 für beide!!
Um die 16 Uhr Fähre in Stara Palanka nicht zu verpassen, muss ich Gas geben. Somit trennen sich unsere Wege.







Die Donau ist hier eindrücklich breit.
Auf der anderen Seite fahre ich durch das Dorf Zatonje und wähne mich in einer anderen Welt: keine armseligen Bauernhäuser sondern schöne Häuser mit gepflegten Gärten. Ob dies aufgrund des Tourismus ist? Die Lösung liefert mir später der Servicemitarbeiter im Restaurant. In Ost Serbien arbeitet ein Grossteil der Menschen in Westeuropa und können sich mit dem Ersparten Häuser in der Heimat leisten. Die letzten 10 der heute 130km absolviere ich im strömenden Regen. Die Fischsuppe und der Wels vom Grill sind ausgezeichnet und entschädigen mich für die heutigen Strapazen.




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