Montag, 22. September 2014

Giurgiu - Gümligen




Beim Frühstück hätte ich nie gedacht, dass ich heute in meinem Bett in Gümligen schlafen würde! Aber nun der Reihe nach:
Gestern Abend hatte ich den Entscheid gefällt, die restlichen 280 km nach Konstanza nicht mit dem Velo, sondern mit dem Zug oder dem Bus zurück zu legen. Dieser Entscheid lässt sich nicht einfach auf die gestern erwähnte schlechte Moral zurückführen, obwohl die leeren Batterien aufgrund von 12 Tagen ohne Ruhetag mit jeweils 90 km pro Tag im Durchschnitt vermutlich entscheidend waren. Die zunehmenden Probleme eine (meinen Anforderungen entsprechende) Logis zu finden, die Monotonie der Landschaft und die fehlenden kulturellen Anreize waren ebenfalls wichtige Gründe für meinen Entscheid. Abschliessend anzufügen ist die Wetterlage, die für Sonntag und Montag in den zu durchquerenden Gegenden Niederschläge voraussagten.
Am Busbahnhof von Giurgiu erhalte ich dann den Bescheid, dass mein Velo nicht transportiert würde. Ein Zug fährt erst um 11.45 Uhr und benötigt mehrere Stunden für die Strecke von 80km. Auf der anderen Strassenseite stehen Taxis. Wir werden handelseinig und um 09.50 Uhr geht die Fahrt mit dem Ziel Bukarest, Gara Nord los. Kaum losgefahren fängt es an zu regnen. Nun habe ich aber endgültig die Nase voll, sind doch die Prognosen für die erste Wochenhälfte im Donaudelta ebenfalls schlecht. Ich bitte Christine via Whatsapp abzuklären, ob ein Flug in die Schweiz heute möglich wäre, was sie doch sehr erstaunt. Nach einigem hin und her steht mein Plan fest: Mit LOT über Warschau. Abflug 14.50 Uhr, Ankunft in Zürich um 19.00 Uhr.
Noch einmal ein Handel mit dem Taxifahrer, da der Flughafen rund 30km nördlich von Bukarest liegt und schon sind wir dort. Reservation, Velo einpacken, 


Ticket bezahlen. Die Zeit vergeht schnell. 


Im Flugzeug lese ich "Der Fremde" von Camus fertig und schon sind wir in Zürich. Velo zusammen setzen, Abfahrt im übervollen Zug um 20.13 Uhr nach Bern. Um 22 Uhr bin ich in Gümligen!
 
Olivier, Stefanie und Fabrice haben heute Christine nach Dornbirn in die Wellnessoase/Gesundheits Zentrum Rickatschwende, wo sich eine Woche verwöhnt wird. Die Einen gehen, die Anderen kommen!
 
Ich werde morgen meinen Blog mit der Zusammenfassung meiner Erfahrungen abschliessen.

 
 
 

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